Der letzte Eintrag aus Frankreich

21Juni2015

Hallo meine Lieben

Lange musstet ihr auf einen neuen Eintrag warten. Aber im Moment gibt's einfach so viel zu tun, dass ich nicht weiß, wie ich das alles in 24 h, die ein Tag nun mal hat, schaffen soll.
Ich bin fleißig dabei, meine Bewerbungen für die Uni zu schreiben und die letzten Tage im Kindergarten zu gestalten.

Ja, in dem letzten Monat hatte ich noch einiges zu tun. (Man möchte seine wertvolle Zeit, die einem noch in Frankreich bleibt, nicht verschwenden.) Deswegen hatte ich auch bis heute jedes Wochenende etwas anderes vor.

Es fing an, dass wir am 29.Mai (oh mein Gott, wie lang das schon her ist ) die Abschlussgala im Studentenwohnheim hatten. Dieser Abend war atemberaubend schön gestaltet und hat mir gezeigt, dass man echt Leute fürs Leben hier kennenlernt.

Nach einer relativ kurzen Nacht kamen meine Schwester, meine Mutter und meine Tante auf Besuch. Ein recht witziges Wochenende.

Ein Wochenende später, habe ich es dann endlich mal geschafft, mich mit Sandra zu treffen. Eigentlich war der Plan, dass wir ein Wochenende in Paris verbringen. Aber das hat zeitlich und finanziell nicht mehr funktioniert. Somit habe ich mir die Zugtickets nach Lille gekauft und bin zu ihr gefahren.
Lille ist eine wunderschöne Stadt trotz der starken Gewalt. Natürlich waren wir auch am Meer. Samstags entschieden wir uns nämlich dazu, nach Calais zu fahren. Dafür, dass es freitags elend heiß war, sind wir samstags fast erfroren. Sonntags ging's dann noch auf den riiiiiiesen Markt und dann auch schon wieder nach Hause.
Aber es war schön, Sandra und Mona nach langer langer Zeit wiederzusehen. Jetzt hat man natürlich schon ein bisschen Angst, dass der Kontakt eventuell abbrechen kann, weil ja bei jedem ein neuer Lebensabschnitt beginnt und jeder einen anderen Weg geht.

War's windig? - Neeiiiin!!! :D Calais DIE Kalorienbombe

Letzten Mittwoch hatten wir großes Sommerfest im Kindergarten. Das war eines der absoluten Highlights. Es gab reichlich Kuchen, viele Ateliers, ein Konzert von Dalton und einen Überraschungsbesuch von Minnie Maus. Danach hat meine Kollegin einen Tarte flambée-Abend organisiert, um ihre Verabschiedung zu feiern, weil sie auch bald in Rente geht. (Somit bin ich mit meiner Traurigkeit nicht allein! )

Und dann war auch schon Freitag. Da haben wir Freiwilligen (Eva, Lisa, Yannick, William und ich) einen Abschiedsabend veranstaltet. Zuerst waren wir super lecker in einer Tapas-Bar essen und danach feiern. Ein gelungener Abend würde ich sagen!

Ja, die Zeit vergeht viel zu schnell. Wenn ich mir überlege, dass jetzt 10 Monate in 1 Woche rum sind, dann ... Dafür finde ich keine Worte.
Ich denke, dass mir alle zustimmen können, die gerade in der gleichen Situation sind beziehungsweise es schon einmal waren.
Man ist auf der einen Seite super traurig, dass man gehen und die liebgewonnenen Menschen zurücklassen muss. Es ist furchtbar, zu wissen, dass man die Kleinen aus dem Kindergarten mit höchster Wahrscheinlichkeit nicht mehr sehen wird. Und wie erklärst du Kindern, dass du jetzt gehst, aber nicht mehr wiederkommst?
Aber auf der anderen Seite bin ich auch froh, dass ich wieder nach Hause fahre. Mein Zimmer entwickelt sich nämlich als Zoo. Sowohl Mäuse als auch Vögel fühlen sich hier pudelwohl.
Natürlich freue ich mich auch auf das, was noch kommen wird. Denn die Motivation hier lässt ein wenig nach, dafür steigt sie aber für das Neue, was bald kommen wird.

Ganz am Anfang habe ich euch auch berichtet, dass ich gespannt wäre, wie sich die Kleinen über die 10 Monate so entwickeln.
Und ich muss ehrlich sagen, dass ich ein paar Kinder definitiv nicht vermissen werde. Mag sich eventuell hart anhören, aber auf Biss- und Kratzspuren kann ich dann doch recht gut verzichten.
Natürlich gibt es auch Kinder, die ich super doll vermissen werde, weil sie einfach nur zum Knuddeln sind.

Jetzt arbeite ich noch 4 Tage im Kindergarten und am Donnerstag ist mein letzter Tag. An dem hat meine Kollegin ein großes Frühstück mit Kindern und Eltern geplant, um meinen Abschied zu "feiern". An unserer Tür haben wir immer ein großes Plakat mit den nächsten großen "Events" hängen und als ich gelesen habe, dass sie das für mich organisiert, musste ich doch stark mit den Tränen kämpfen.
Jetzt bereite ich noch die kleinen Geschenke vor und dann ist's auch schon bald soweit.

Ich hoffe, dass ihr immer viel Spaß hattet meine Einträge zu lesen und das es nicht allzu viel/langweilig war.
Das war bis jetzt der letzte Eintrag, den ich aus Frankreich geschrieben habe. Eventuell folgt noch ein kleinerer, wenn ich wieder zu Hause angekommen bin. Mal sehen.
Nun bin ich super gespannt, was die Zeit noch so bringt!

Urlaub an der Côte d'Azur - Teil 6 - Cannes

31Mai2015

Côte d'Azur - Teil 6 - Cannes

Wie angekündigt folgen hier die Bilder aus Cannes:

 

Freitags sind wir dann abends mit dem Nachtzug (14h) wieder nach Straßburg gefahren. Für den Preis von 35 Euro kann man nichts sagen. Natürlich schläft man nicht so wie zu Hause, aber dennoch ist's machbar.

Urlaub an der Côte d'Azur - Teil 5 - Antibes

31Mai2015

Côte d'Azur - Teil 5 - Antibes

Nach einer spontanen Entscheidung sind wir donnerstags nach Antibes & Cannes gefahren. Dort haben wir jeweils nur 3 h verbracht und deswegen nicht alles sehen können. Dadurch, dass das Filmfestival in Cannes stattfand, waren Millionen Leute in der Stadt.

(Im nächsten Eintrag folgen die Bilder aus Cannes)

Urlaub an der Côte d'Azur - Teil 4 - Monte Carlo, Monaco

31Mai2015

Côte d'Azur - Teil 4 - Monte Carlo, Monaco

Ein anderer Punkt af unserer Liste war das Besichtigen von Monaco. Natürlich haben wir uns die "beste" Zeit herausgesucht - einen Tag vor der Formel 1. Somit war schon ziemlich viel abgesperrt, aber gelohnt hat es sich trotzdem. 

japanischer Garten Strand von Monaco berühmtes Casino Fürstenpalast Yachthafen

Urlaub an der Côte d'Azur - Teil 3 - Nizza

31Mai2015

Côte d'Azur - Teil 3 - Nizza

Weiter ging es Dienstags Mittag nach Nice/Nizza. Dort hatten wir uns ein kleines Appartment gemietet, um selber kochen zu können. (airbnb.de - sehr zu empfehlen! )

Diesen Eintrag muss ich nun doch etwas erklären:
Wir haben dienstags, donnerstags und freitags etwas von Nizza gesehen und sind von dort aus auch in die anderen folgenden Städte mit dem Zug gefahren. Dazu muss ich sagen, dass man auch sehr günstig zwischen den einzelnen Städten wie Monaco, Cannes, Antibes, ... pendeln kann. Denn hier in Frankreich gibt es die sogenannte "weiße Zeit" (période blanc) und die sogenannte "blaue Zeit" (période bleu). In der weißen Zeit fährt man immer in Stoßzeiten zu Normalpreisen und in der Blauen zu reduzierten Preisen.(Achtung! Nicht an den gelben Schaltern/Maschinen die Tickets kaufen! 1. Teuerer als die anderen & 2. nur mit Kreditkarte!)

In Nizza gibt es im Gegensatz zu Toulon einiges zu sehen.

Im Reiseführer "Nizza" von Marco Polo gibt es wunderschöne Stadtspaziergänge, bei denen man super viel sieht.

Ein MUSS überhaupt: Ein Eis bei Fenoccio am Platz Rossetti. Bei 95 Sorten - wobei nicht immer alle da sind - fällt die Auswahl besonders schwer und dauert auch schon mal seine halbe Stunde. Dafür gibt's die ausgefallensten aller ausgefallenen Eissorten - wie beispielsweise Pinacolada, Schoko-Chilli, Bier, Kaktus, Rose, ...

Der Aufstieg auf die Nietzsche Terrasse lohnt sich in jedem Fall. Von dort oben hat man einen atemberaubenden Ausblick und auch die Gelegenheit zu verschnaufen. Es gibt auch einen kostenlosen Aufzug, den man benutzen kann.

 

Urlaub an der Côte d'Azur - Teil 2 - Saint Tropez

31Mai2015

Côte d'Azur - Teil 2 - Saint Tropez

Ein MUSS ist ein Tag Saint Tropez, wenn man an der Côte d'Azur Urlaub macht. Hier bietet es sich an, von Toulon aus den Bus nach Saint Tropez zu nehmen (Linien 7801 (2h15 einen Weg) & 7802 (1h45 einen Weg)). Wenn man an einem Tag hin-und zurückfährt, dann lohnt es sich, ein Tagesticket im Gare routière zu kaufen. Somit fährt man für 2,50 € einen Weg.

Obwohl die Stadt recht protzig ist, verleihen ihr die kleinen Gässchen den gewissen Charme.

Ein weiteres MUSS: Ein Eis bei <<Barbarac>>.
Direkt am Hafen liegt die schöne Eisdiele. Anfangs bekommt man einen leichten Anfall bei den Preisen, dafür entspricht 1 Kugel der Größe von 2 normalen bzw bekannten Kugeln.

Wenn man einen schönen Ausblick über Saint-Tropez und das schöne blaue Meer haben möchte, dann lohnt sich der Aufstieg auf die ehemalige Zitadelle. Hierfür muss man nicht den teuren Eintritt bezahlen - es sei denn, jemand möchte sich das Museum über den 2. Weltkrieg anschauen. Für den Ausblick reicht es schon links vom Museumseingang abzubiegen.

Weiter geht's mit ....

Urlaub an der Côte d'Azur - Teil 1 - Toulon

31Mai2015

Hallo ihr Lieben

Nach langer langer Zeit melde ich mich mal wieder mit einem (diesmal interessanteren und anschaulicheren) Blogeintrag.

Wie ihr ja bestimmt alle wisst, war ich vor einer Woche im Süden, um nochmal ein wenig Energie für den Endspurt zu tanken.
Nun werde ich hier jeder Stadt, die wir besucht haben, einen neuen Blogeintrag widmen und diesen natürlich mit schönen Fotos und Tipps gestalten.

 

Côte d'Azur - Teil 1 - Toulon

Wir haben uns dafür entschieden mit dem Zug in den Süden zu fahren. Auf der einen Seite ist es schneller als mit dem Auto und auf der anderen kostengünstiger - vorausgesetzt, man bucht etwa 3 Monate im Voraus. Sonntags ziemlich früh startete unsere Reise am Strasburger Hauptbahnhof. Mittags waren wir dann auch schon in Toulon.

Dort haben wir uns aufgrund des wunderschönen Wetters spontan entschieden noch auf den Mont Faron zu wandern und die Seilbahn bis ganz hinauf zu nutzen. Von der Innenstadt ist es doch einiges zu laufen (etwa 30 min), aber eine wirkliche Alternative gibt es nicht, da der Bus sonntags nur bis 15 Uhr fährt.
Somit kamen wir etwas außer Atem an der Seilbahn-Station (station de téléphérique) an. Für ca. 5 Euro kann man mit der Seilbahn hinauf und wieder hinunter fahren. Bei der Touristeninformation gibt es aber auch besondere Angebote, die insgesamt billiger sind. Doch das Büro hat sonntags nur bis 13 Uhr auf.
Oben hat man einen wunderschönen Ausblick auf die Stadt und den Hafen.

Jedem, der einen Schüler- bzw Studentenausweis hat, rate ich dringend diesen generell in Frankreich mitzunehmen. Somit kommt man für 1 Euro ins Gedenkhaus über den 2. Weltkrieg auf dem Mont Faron.

Auch der Hafen und der Strand sind wunderschön und einen "Ausflug" wert. Generell ist Toulon eine Stadt, die sich sehr gut in relativ kurzer Zeit besichtigen lässt.

Place de l'Opéra Place de la libérté

Das war Toulon. Weiter geht's mit:

<<Überall nur Affen ...>>

07Mai2015

Hallo ihr Lieben

Nun melde ich mich auch mal wieder zu Wort nach einem Wochenende, was absolut ereignisreich war. Ja, ich berichte von euch (Diejenigen wissen jetzt Bescheid )

Dennoch beginne ich mit Montag, dem 27.4.
Dort ging es für meine Kolleginnen, die Kleinen und mich mit dem Stadtbus Richtung Parc de l'Orangerie. Denn wir besuchten die Gewächshäuser der Stadt Straßburg. Dadurch, dass wir vorher noch ein wenig Zeit hatten, haben wir diese genutzt, um auf den großen Spielplatz zu gehen. (Im Kindergarten haben wir leider nicht die Möglichkeit, umso öfter nutzen wir die Chance solche Ausflüge zu machen)
Im Park holte uns dann eine Frau ab, die uns zuerst in den "Jardin d'essais" brachte. Danach gab sie uns eine kleine Führung in den großen Gewächshäusern. Die Kleinen durften das Ganze mit allen Sinnen erkunden und am Ende pflanzte jedes Kind eine Bohne.

Nun schauen wir jeden Tag, ob die Pflänzchen schon größer geworden sind und gießen sie ab und zu. Ein richtiges Highlight!

Im Nachhinein bin ich auch ganz froh, dass ich meiner Kollegin den Vorschlag gemacht habe, die Pflanzen vorerst im Kindergarten zu behalten und dort zu pflegen. Denn leider haben wir ziemlich viele Eltern, die sich nicht so hundertprozentig für das interessieren, was die Kinder tagsüber machen. Immerhin sind die meisten 8 - 10 h am Tag bei uns. Somit können wir sicher gehen, dass das Pflänzchen wenigstens einige Tage überlebt hat.

Am nächsten Tag habe ich angefangen, Raupen aus Eierkartons mit den Kindern zu basteln.
Meine Kollegin fragte mich währenddessen, wie ich auf solche Ideen käme. Ich würde jedes Mal super tolle Sachen aus "Nichts" machen. Auch von den anderen Kolleginnen (unter anderem auch von der Chefin) gab es richtig viel Lob. Das spornt mich natürlich wieder an, in der mir verbleibenden Zeit noch andere kleine Projekte umzusetzen.

Donnerstag Abend (30.4) war es dann auch endlich soweit. Ich bekam Besuch aus Deutschland. Verena, Philipp (anderer als im Oktober ) und mein Freund statteten mir einen kleinen Besuch über den ersten Mai ab.

Freitags hatten wir so einiges vor. Leider spielte das Wetter nicht so ganz mit, aber mit Regenschirm und dem entsprechenden Proviant hatte das zu funktionieren. Somit hieß es, 45 min Auto fahren. In Kintzheim angekommen, ging es in den Affenpark "Montagne des Singes". Das fanden wir alle großartig!  Man bekam am Eingang eine handvoll Popcorn, was die Affen einem aus der Hand gegessen haben. Auch gab es eine Fütterung und einige Informationen (auch auf Deutsch).

Danach habe ich durch Zufall Karten gefunden, mit denen man im Schokoladenmuseum in Geispolsheim Rabatt bekam. Da es nicht aufhörte zu schütten, entschieden wir uns dafür.
Am Anfang bekam man eine Schachtel mit 4 Pralinen. Diese verkostete man dann während eines kleinen Films. Ja! Ich und die anderen wissen jetzt, wie man Schokolade richtig isst!
"Schauen, riechen, Hälfte abbeißen und die andere Hälfte auf die Zunge legen"
Hierbei habe ich festgestellt, dass Bitterschokolade und irgendwelche Schokoladenexperimente überhaupt nichts für mich sind.

Samstags ging es früh morgens zur großen Einkaufstour nach Kehl. Das Erschreckende war, dass mindestens 90% der Autos auf dem Parkplatz ein französisches Nummernschild besaßen.
Nach dem Mittagessen ging es zum Europäischen Parlament, denn das hatte Tag der offenen Tür. Somit habe ich es doch geschafft, das Parlament von innen zu sehen.
Anderthalb Stunden später waren wir dann auch endlich drinnen. Das Parlament ist wirklich beeindruckend groß und die "Besichtigung" hat sich mehr als gelohnt. Warum in Anführungszeichen? Weil es keine typische Besichtigung war, sondern es gab mehrere Stände und ein Quiz als Leitfaden. (Zu dem Quiz und Stempelsammeln sag ich mal nichts )
Somit gingen wir alle mit gefüllten Tüten nach Hause. 

Diese Woche gab's auch nichts Besonderes im Kindergarten.
Nun fahre ich morgen wieder einmal nach Niederbronn, denn der ICE feiert dieses Wochenende 20-jährigen Geburtstag. Somit sehe ich auch die Niederbronner wieder und den ein oder anderen Freiwilligen.

Montag muss ich dann wieder in den Kindergarten und ich bekomme zum dritten Mal eine neue Kollegin.

Und danach das Wochenende heißt es "Urlaub"!!!!

Von dem werde ich euch etappenweise berichten, damit ihr auch viele schöne Bilder zu sehen und eventuell den ein oder anderen Anreiz bekommt.

Bis dann

Eure Vanessa

Endspurt - noch 2 Monate

25April2015

Hallo meine Lieben

Nun melde ich noch mal Ende April, bevor es für mich in den Endspurt geht. 

Letztes Wochenende bzw schon den Donnerstag vorher bin ich in den Bus Richtung Heimat gestiegen. Doch davon wussten nicht viele.
Denn ich hatte die Idee, meinen Freund zum Geburtstag zu überraschen. Das ist mir auch recht gut gelungen und somit hatte ich ein wunderschönes verlängertes Wochenende zu Hause.

Montags ging es dann natürlich wieder wie gewohnt in den Kindergarten. Der Junge, bei dem ich freitags babysitten sollte, fragte mich auch direkt, ob ich "heute" mit nach Hause käme. Dass ich montags noch nicht mit ihm nach Hause käme, fand er anscheinend nicht so cool.

Am nächsten Tag fragte er mich auch direkt wieder, als er in den Kindergarten kam. Diesmal vertröstete ich ihn aber, indem ich sagte, dass er noch 3 mal schlafen müsse. Danach war er erstmal beschäftigt, seine Finger zu benutzen, um zu wissen, wie viel 3 mal schlafen noch ist. Das sieht anscheinend bei uns Erwachsenen immer viiiiel leichter aus, als es in Wirklichkeit ist.

Donnerstags war der Fotograf den ganzen Tag über im Kindergarten. Was vorerst richtig cool klang, entpuppte sich als reinster Stress.
Damit schöne Einzelportaits gemacht werden konnten, mussten wir einen unserer 2 Räume zur Verfügung stellen. Das hieß, dass alle Kinder in einem einzigen Raum waren. Hinzu kam, dass alle 22 Kinder da waren, weil ja jedes Kind zum Fotograf wollte - oder doch eher sollte.
Somit stand das Tagesprogramm "Improvisation" schnell fest.
Nachmittags wurde dann draußen ein Gruppenfoto gemacht, auf dem ich auch drauf bin. (Das zeige ich euch bestimmt noch)

Am Freitag Mittag war es für den Kleinen dann endlich so weit. Seine Mutter holte uns beide aus dem Kindergarten ab und fuhr uns nach Hause. Was ich vorher noch nicht wusste, war, dass ich im Nobelviertel Straßburgs babysitten würde. Wir aßen noch zu dritt und danach ließ mich die Mutter nach einer kurzen Einweisung mit dem Kleinen alleine. Natürlich nutzte er die Nichtanwesenheit seiner Mama aus, um nicht direkt Dodo (Mittagsschlaf) machen zu müssen. Letztendlich habe ich es dann auch geschafft, ihn ins Bett zu bringen. Dachte ich zumindestens. Nach einer Geschichte und guten 10 min, bin ich aus dem Zimmer und habe noch gesagt, dass ich draußen auf der Terrasse bin, falls etwas sein sollte. Keine 5 min später stand der Fratz () auf der Terrasse mit der Meinung, dass er gut und ausreichend geschlafen hätte. Da hatten wir zwei wohl unterschiedliche Ansichten. Somit begann das Prozedere noch einmal von Vorne und diesmal verließ ich das Zimmer erst, als ich wusste, dass er wirklich schlief.
Nach 1 Stunde Mittagsschlaf bzw Sonnenbad und Lektüre auf der Terrasse war der Kleine natürlich daran interessiert, mir alle seine Spielzeuge zu präsentieren und mit mir auszuprobieren. Somit spielten wir im Sandkasten, lasen Bücher und auch das Versteck-Spiel blieb nicht aus.


Super witzig war es, als er vor mir stand und fragte: "Vanessa? Hab ich eine Windel an?" und 2 Sekunden später: "Vanessaaaaaa?!?! Ich hab keine Windel!" Somit gab es einen kleinen Pipi-Unfall, der aber mit einem Waschlappen und einmal Umziehen schnell beseitigt war.
Nach 5 Stunden Babysitten kam dann auch seine Mutter von der Arbeit und die 2 begleiteten mich noch zum Bus.
Sowohl für den Kleinen als auch für mich war es eine ganz neue Erfahrung, denn es war für ihn das erste Mal, dass ihn jemand anderes zu Hause betreut hat und für mich war es auch das erste Mal, dass ich bei einem Kind im Alter von 3 Jahren gebabysittet habe - und dazu auch noch in Frankreich. Wer weiß, vielleicht komme ich in meinen letzten 2 Monaten hier nochmal in den Genuss.

Aber ich muss sagen, dass die Programme EFD und Au-Pair zwei komplett unterschiedliche Dinge sind. Das fällt mir jetzt gerade nach dem Nachmittag auf.
Bei einem Au-Pair lebst du mit der Familie zusammen und beim EFD sind Arbeit und Wohnen/Freizeit strikt von einander getrennt.
Ich denke, dass man bei beiden Programmen schöne aber dennoch unterschiedliche Erfahrungen macht.
Jetzt im Nachhinein muss ich gestehen, dass ich mit meinem Programm zufrieden bin. Ein Au-Pair hätte ich zwar auch gemacht, aber ich glaube, dass es mir nicht so gut gefallen hätte wie mein EFD.

Nun habe ich noch 2 Monate, die mir hier in Straßburg bzw Frankreich bleiben. Damit ihr wisst, was bei mir noch so auf dem Plan steht, kommt hier eine kleine Übersicht:

30.04. - 03.05. Besuch
08.05. - 10.05. ICE-Geburstag in Niederbronn
[      14.05.       Tagesausflug nach Basel ]
17.05. - 23.05. Urlaub an der Côte d'Azur - Toulon, St Tropez, Nizza, Monaco
30.05. - 31.05. Besuch
05.06. - 07.06. Wochenendausflug nach Lille
12.06. - 14.06. Besuch + Europa-Park
        26.06.      Revolverheld-Konzert in Stuttgart

Somit melde ich mich eventuell den Samstag, bevor ich in Urlaub fahre, damit das nicht so super viel auf einmal wird. Und vom Urlaub gibt's dann später Tageseinträge mit super vielen Bildern. Dann gibt es auch endlich mal etwas für die Lesefaulen unter euch

Bis dann

Eure Vanessa

 

 

Der Sommer naht, die Tage werden länger - und voller!

14April2015

Hallo ihr Lieben

Wie ihr seht, überrasche ich euch mit einem neuen Eintrag
Ich habe mich spontan dafür entschieden und kann gleichzeitig die letzten Sonnenstunden im Park genießen.

Bevor ich es vergesse:

In der letzten Zeit habe ich festgestellt, dass ziemlich viele auf meinen Blog stoßen - auch wenn ich keine neuen Einträge veröffentliche. Da es mich brennend interessiert, bitte ich alle, die ich nicht persönlich über einen neuen Eintrag informiert habe, einen Kommentar da zu lassen. So weiß ich, warum ihr auf meinen Blog gestoßen seid und eventuell wie er euch gefällt. Das wäre echt spannend! Vielen Dank schon mal im Voraus für alle, die einen Kommentar da lassen werden!

Es ist jetzt auch schon wieder gute 2 Wochen her, als ich den letzten Eintrag verfasst habe.

Ich fange einfach mal mit dem ersten April an.
Denn hier in Frankreich gibt es eine sehr komische Tradition. Am 1. April klebt man anderen einen Fisch diskret an den Rücken. Wie diese Tradition entstanden ist, kann ich mir bis heute noch nicht erklären. Das ist aber auch nicht weiter schlimm, denn lustig ist es trotzdem.
Somit haben wir auch im Kindergarten Fische gebastelt, diese aber an einen Stab als Angel geklebt.

Donnerstags morgens - als ich leider im Französisch-Kurs war- gab es im Kindergarten die große Ostereiersuche. Schade, dass ich nicht dabei sein konnte, weil es anscheinend super lustig war.
Am Nachmittag bekamen die Kleinen ihre Hasen und Osternester. Gerade von den Müttern habe ich besonders viel Lob für die Löffelhasen bekommen. Sie seien wunderschön geworden und dabei doch eigentlich so einfach.
Für alle die sich jetzt fragen, wie ich es geschafft habe, alle 22 Hasen mit jeweils 2 Augen und 2 Ohren fertig zu bekommen - ich weiß es auch nicht! Ich weiß nur, dass ich es Gott sei Dank bis Gründonnerstag geschafft habe.
Natürlich lasse ich euch auch an dem Resultat teilhaben:

Joyeuses Pâques :)

Da ich Karfreitag und Ostermontag frei hatte, bin ich über Ostern nach Hause gefahren Es war schön noch einmal zu Hause gewesen zu sein. (Nun werden es nur noch 2 mal sein, bis mein EFD zu Ende geht ) Wie sagt man so schön? "Il faut profiter!"

Somit war die letzte Woche relativ entspannt, weil auch die jüdischen Kinder aufgrund eines großen Fests die ganze Woche fehlten.
Deshalb war ich auch mit den anderen Gruppen und 5 Kindern aus meiner Gruppe im Park. Dadurch, dass ich die einzige Betreuerin aus unserer Gruppe war, war ich auf einmal für 5 Kinder verantwortlich (natürlich hätten die anderen mir bei einem größeren Problem geholfen). Das ist schon ein ganz anderes Gefühl, aber Spaß gemacht hat es trotzdem. Bei diesem Besuch ist mir besonders aufgefallen, dass gerade Kinder ein Auge für Kleinigkeiten haben. Es ist echt rührend, wie sich Kinder über solche Dinge freuen. Das eine Mädchen ist super ausgerastet (positiv), als es gehört hat, dass es mit mir in den Park darf, weil es unbedingt Enten füttern wollte. Deshalb bin ich auch der Meinung, dass man nochmal den Blick eines Kindes haben sollte, um sich auch über die kleinen Dinge freuen zu können.

Letzten Donnerstag haben wir das erste Mal wieder (nach ewig langer Zeit) nachmittags draußen gepicknickt. Natürlich ein riiiiesen Event für die Kleinen bei diesem schönen Wetter!

Freitags habe ich etwas erlebt, was ich so schnell nie wieder vergessen werde! Keine Angst, es ist überhaupt nichts Schlimmes!
Ich habe von 8 bis 16 Uhr durchgearbeitet, was bedeutete, dass ich auch mit den Kleinen essen musste. An meinem Tisch waren schon alle Stühle besetzt und als ich gesehen habe, dass ein Junge mich mit großen Augen ansah, meinte ich, dass er sich doch an den anderen Tisch setzen könne und wir das nächste Mal zusammen essen werden. Ich war der Meinung, dass sich damit das Problem gelöst hat. Na, da lag ich wohl falsch! Denn der Kleine fang sofort an zu weinen, weil er sich schon den ganzen Tag darauf gefreut hat, dass ich mit ihm essen werde. Da das einer an meinem Tisch zu viel wurde, stand sie freiwillig auf und ließ dem weinenden Jungen ihren Platz.
Problem gelöst!
Abends ging es nach Niederbronn. Ja genau. Niederbronn? Habt ihr schon einmal gehört!
Es ging in das kleine Städtchen, in dem ich auch meine 2 Wochen Vorbereitungsseminar letzten Sommer verbrachte. Der ICE (meine kooridnierende Organisation) hatte uns gefragt, ob wir nicht helfen könnten, ihren 20-jährigen Geburtstag mit vorzubereiten. Da ich sowieso schon die ganze Zeit mal nach Niederbronn zu den anderen Mädels wollte und es bis dahin noch nicht geschafft hatte, nutze ich diese Gelegenheit.

Samstags morgens begann das ganze Programm mit einer "Nettoyage Printemps de la Ville" - auf gut deutsch: "Frühlingsaufräumaktion der Stadt". Da in einer Email explizit auf Arbeitskleidung hingewiesen wurde, rechnete ich mit allem. Nach den Erfahrungen, die ich in den 2 Wochen Seminar machen durfte, war ich auf das Schlimmste vorbereitet. Ich habe sowohl mit lästigem Streichen gerechnet als auch mit frühlingshaften Blumenpflanzen. Von extrem schlimm bis recht angenehm war alles dabei. Im Endeffekt haben wir ein Paar Handschuhe und einen Müllsack in die Hand gedrückt bekommen mit dem Auftrag, den Müll in der Stadt aufzusammeln. Nach recht kurzer Zeit ließ die Motivation jeden einzelnden Zigarettenstummel aufzuheben nach, da sich im Kopf der Gedanke breit machte, dass es schwachsinnig ist, in der Nation, die das Rauchen anscheinend erfunden hat, jeden einzelnden Stummel aufzusammeln. Nach 3 Stunden war die ganze Aktion auch vorbei und wir bekamen Essen von der Stadt.
Danach habe ich mich spontan dafür entschieden, mit Sophie und Paula einen Spaziergang nach Reichshoffen zu machen.

Die ersten Frühlingsboten


Wieder in Niederbronn angekommen, ging es mit der eigentlichen Vorbereitung des Geburtstags und des anstehenden "Tarte flambée"-Abends weiter. Zu diesem Abend gehörte, dass Paula, Sophie und ich den Service übernahmen und die anderen die Tartes flambées in der Küche zubereiteten.
Nun habe ich meine Liebe zum Kellnern wieder gefunden und hoffe nun stark, dass ich eventuell in den Sommermonaten nach meinem EFD noch eine kleine Kellnerstelle finde.

Der Sonntag startete relativ entspannt mit einem gemeinsamen Frühstück im Centre. Danach ging es an die Vorbereitung der einzelnen Aktivitäten am Geburtstagswochenende.
Um 15 Uhr fuhr ich dann wieder nach Straßburg.

Gestern habe ich mich im Kindergarten spontan dazu entschieden, ein Mal-Atelier anzubieten und somit habe ich mit einer kleinen Gruppe Marienkäfer gebastelt.

La cocinelle - der Marienkäfer

Nach langer Zeit kam Thilbault heute wieder. Die Kleinen haben sich riesig gefreut, weil sie jeden Dienstag hoffen, dass wir Musik mit Thibault machen.

Nun kann es sein, dass ich übernächsten Freitag nachmittags Babysitten muss. Normalerweise müsste ich an unserer pädagogischen Gesamtteambesprechung teilnehmen, aber die Eltern eines Jungens haben keine Möglichkeit, ihren Sohn zu betreuen und haben mich gefragt, ob ich nicht Lust hätte. Natürlich ist das auch mit dem Kindergarten abgesprochen und nun bin ich schon richtig gespannt, wie sich der Nachmittag gestaltet und welche Erfahrungen er bringen wird.

So ... das war es dann auch schon wieder von meiner Seite aus. Ich denke, es ist auch relativ viel gewesen. Tut mir leid!

Und denkt dran, eventuell einen Kommentar da zu lassen. Ich würde mich riiiiiesig freuen.

Bis dann

Eure Vanessa

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